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Landwirtschaft

Das Betreiben von Ackerbau und Viehzucht in Kirchberg hat eine lange Tradition.

Zu Ende der Bronzezeit wanderten Ackerbauern der Urnenfelderkultur (1800-1200 v. Chr.) in unsere Region ein. In der Antike wurde in Kirchberg intensiv und modern Landwirtschaft betrieben.
Der römische Dichter Ausonius beschreibt in seiner "Mosella" den Hunsrück recht düster und unfruchtbar. Die Existenz römischer Gutshöfe gilt allerdings als nachgewiesen. Die römischen Truppen vor Ort mussten mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Überhaupt war das Militär zu allen Zeiten ein wichtiger Wirtschaftskatalysator.
Im Mittelalter kann eher von einer trostlosen Agrarkultur die Rede sein.
Antikes Wissen ging auch in der Landwirtschaft verloren. So galt in der Antike folgende Grundregel des Ackerbaus: Was dem Boden als Ernte entzogen wird, muss ihm auf eine andere Weise wieder zugeführt werden. Neben Wirtschafsdüngern (Mist, Jauche, Abfälle) wurde mit Laub aus dem Wald gedüngt. Erst die Einführung der Drei-Felder-Wirtschaft verbesserte die Erträge. Eine geordnete Fruchtfolge führte zu einer Gesundung der Felder und Erzeugnisse. Insbesondere der Mutterkornpilz, der zwischen den Roggenkörnern wuchs geißelte die Menschen mit teils tödlich verlaufenden Nervenerkrankungen.
Wie überall in Europa konnte durch den Anbau von Kartoffeln die Bevölkerung auch in Kirchberg anwachsen.
In preußischer Zeit wurden die Junglandwirte erstmals in Ackerbau und Viehzucht geschult. Parallel dazu gelang mit dem Haber-Bosch-Verfahren die Synthese von Stickstoff zur Düngung der Felder. Die Landwirtschaft trat dann mit zunehmender Mechanisierung ihren unaufhaltsamen Weg in die moderne Produktion von heute an.
Auch in Kirchberg fordert der Strukturwandel seinen Tribut. Der Betrachter mag die gut bestellten Felder und Wiesen sehen. Aber die bäuerlichen Familien sind dem permanenten Druck eines globalisierten Marktes nicht mehr gewachsen. So gibt es in Kirchberg nur noch einen landwirtschaftlichen Betrieb der Milchkühe hält und ohne ein Zusatzeinkommen wirtschaftet. Der Mangel an familieneigenen Arbeitskräften führt zu einer Verlagerung, weg von der Viehhaltung hin zum Ackerbau, der mit seinen modernen Methoden mit sehr wenigen Arbeitskräften auskommt und den Menschen die Zeit lässt einer außerlandwirtschaftlichen Tätigkeit nachzugehen. Schon immer haben die Bauern der umliegenden Dörfer Flächen auf Kirchberger Gemarkung bewirtschaftet. Dieser Trend hat sich in der Gegenwart wieder verstärkt, die landwirtschaftliche Nutzfläche wird wohl überwiegend von Nicht-Kirchbergern genutzt. Die zentrale Lage und seine fruchtbaren Felder haben Kirchberg zu einem überregionalen Landhandelszentrum gemacht.
Zwei große Landhandelsbetriebe;

Zum einen der private Landhandel Piroth & Schreiner im Industriegebiet und zum anderen die Raiffeisen Bezugs- und Absatzgenossenschaft an der Maitzborner Strasse gehören zu den Größten im Hunsrück. 


(Getreideanlieferung)